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Ralf Geisthardt
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Presse
13.02.2012, 10:44 Uhr | Übersicht | Drucken
Waldkinder spielen Indianer

Die Waldkindergruppe des Kindergartens Satuelle hatte ein großes PowWow ausgerufen.


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Indianerfest 31.01.12

Kopfschmuck wurde mit den Erziehern gebastelt, ein Totempfahl aufgestellt und bemalt und ein großes Beratungsfeuer vorbereitet. Woher aber einen „richtigen Indianer“ zum Tanzen und Geschichten erzählen nehmen? „Das macht unser Opa“ schlugen Hannah und Hannes Geisthardt vor. „Wir fragen ihn gleich heute Nachmittag“.

 

„Ich finde es sehr gut, was sich Kinder und Erzieher einfallen lassen, dafür mache ich mir einen Vormittag frei. In der DDR war ich Mitglied einer Indianergruppe in Thüringen und beschäftige mich auch heute noch mit Medizin und Religion der Naturvölker“, sagte Ralf Geisthardt zu.

 

Am vergangenen Montag war es dann soweit. Trotz Schnee und Kälte hatten sich die Kinder festlich geschmückt, sich Namen ausgedacht, Federn ins Haar gesteckt, ein Tipi gebaut und das wärmende Lagerfeuer entzündet. Dann kam „Geschecktes Pferd“, ganz in Leder und mit einem Korb voller geheimnisvoller Dinge. Federn zum Räuchern, Trommel und Rassel, perlenbestickte Mokassins, ein Geistertanzhemd. Auch zwei Traumfänger waren dabei, die als Geschenk in den Aufenthaltswagen kamen. „ Böse Träume fangen sich in den Maschen, nur die guten Träume werden durchgelassen, das glauben viele Menschen und es hilft ihnen“, erklärte Geschecktes Pferd. Dann schüttelten sich alle die Kälte ab mit ein paar Tanzrunden zu Trommel und Rassel um das  Feuer. Gespannt lauschten die Kinder nun der Geschichte vom Steinknaben, einem großen Felsen in Norddakota. Der Steinknabe war ein Dakotajunge, der besonders gut jagen konnte. Eines Tages aber begann er mehr Tiere zu erlegen, als gebraucht wurden. Er versöhnte die Seelen der Tiere auch nicht mehr, so dass sich die Tiere bei Tunkashila, dem Großen Geist beschwerten. Der schickte dem Jungen mehrmals Träume, um ihn zu warnen, aber er achtete nicht darauf. Deshalb verwandelte Tunkashila den Jungen in einen Felsen und die Väter der Dakota erzählen ihren Kindern noch heute diese Geschichte, um sie Achtung vor der Natur zu lehren.

 

„Das würden wir nicht machen“, „wir machen auch keine Bäume kaputt“, „wir ärgern keine Tiere“, jedes der Kinder hatte da seine Meinung, sicher auch mit geprägt durch die ausgezeichnete Umwelterziehung im Kindergarten.

 
Zum Abschluss tobten dann alle, Kinder, Erzieherinnen und Geschecktes Pferd noch einmal zu einem Kriegstanz um Totempfahl und Lagerfeuer. Da war auch die Mittagszeit schon heran und die Zeit wie im Fluge vergangen. „Wenn ihr wollt, können wir im Sommer ein Indianerfest bei uns im Garten machen, die ganz mutigen können dann auch mal auf unseren Mustangs reiten“, bot Ralf Geisthardt alias Geschecktes Pferd zum Abschied an.


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